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Tiergesundheit und Veterinary Public Health

Die Forschungsschwerpunkte im Fachgebiet Tiergesundheit und Veterinary Public Health werden durch den Forschungsbedarf geprägt, welcher sich aus der Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2010+ und dem Teilprojekt Tier der Strategie zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen StAR ergeben. Der Fokus liegt hierbei auf international bekämpften Tierseuchen und Zoonosen sowie auf wirtschaftlich relevanten Krankheiten infektiösen Ursprungs. Zudem gewinnen neu- und wiederauftretende Tierseuchen, bedingt durch den Klimawandel, die zunehmende Migration und dem steigenden globalen Reise- und Warenverkehr, an Bedeutung.

Zentral sind Fragestellungen zur Früherkennung und Prävention von Krankheiten, ergänzt durch Analysen der Kosten-Nutzen-Verhältnisse von Massnahmen zur Prävention, Kontrolle und Ausrottung. Dabei werden Massnahmen wie Fütterung, Haltungs- oder Managementsysteme erforscht, die eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes ermöglichen. Die Erforschung von wirtschaftlich bedeutsamen Krankheiten infektiösen Ursprungs bei Nutztieren wird in Koordination und Zusammenarbeit mit anderen, insbesondere landwirtschaftlichen Institutionen vorangetrieben. Kenntnisse über die Biologie von Mikroorganismen und über die Interaktion zwischen Wirt, Erreger und Vektor bilden die Voraussetzung dafür, dass Prävention, Überwachung und Bekämpfung von Tierseuchen wirkungsvoll und effizient angegangen werden können. Das Erarbeiten von Grundlagen über die Entstehung, Entwicklung und Verbreitung übertragbarer Krankheiten bildet deshalb einen permanenten Schwerpunkt.

 

Prävention von Tierseuchen und Zoonosen

  • Prävention zur Verhinderung des Eintrags von Krankheitserregern in Bestände;
  • Umsetzung von Biosicherheitsmassnahmen im Betrieb / «Good Farming Practice»;
  • Methoden zur Steigerung und zur Messung der «Disease Awareness»;
  • Neue technologische Tools im Bereich Impfstoffe und Diagnostik für übertragbare Krankheiten, welche im Fokus des BLV stehen, die international dennoch eine Nische darstellen (z. B. Impfstoffe, die sonst keiner entwickelt, weil kommerziell nicht interessant);
  • Erforschen der Rolle und Reservoirfunktion von Wildtieren;
  • Tierische Nebenprodukte: Methoden und Risikoabschätzungen zur Erregerinaktivierung, Biosicherheit bei der Biovergärung auf landwirtschaftlichen Betrieben;
  • Messung der Wirksamkeit und der Wirtschaftlichkeit von Präventionsmassnahmen;
  • Erarbeitung von Wissen um latente Zoonoseerreger bei Nutztieren, welche auch in Pflanzen vorkommen, die Nahrungsgrundlagen für Mensch und Tier darstellen. Aufbau von Stammsammlungen mit adäquat charakterisierten Stämmen (Virulenz- und Genotypisierung).

 

Monitoring und Surveillance Systeme

  • Frühwarnsysteme: Effiziente Werkzeuge zur Früherkennung von neu- und wiederauftretenden Tierseuchen und Zoonosen;
  • Erforschung und Entwicklungen von Werkzeugen zur Syndrom Überwachung;
  • Verfeinerungen und Weiterentwicklung von Methoden für Überwachungsprogramme zur weiteren Steigerung der Sensitivität und Kosteneffizienz;
  • Erforschung von Assoziationen zwischen Befunden bei der Schlachttieruntersuchung (Lebendtieruntersuchung), der Fleischkontrolle und Bestandesproblemen.

 

Bekämpfung und Kontrolle von Tierseuchen und Zoonosen

  • Modellierung von Seuchen- und Zoonoseausbrüchen mit verschiedenen Bekämpfungsstrategien unter Berücksichtigung verschiedener technologischer Methoden;
  • Entwicklung von sensitiven, spezifischen und kostengünstigen Diagnostika für Überwachungs-, Kontroll- und Bekämpfungsprogramme;
  • Kosten-Nutzen-Verhältnisse von Bekämpfungsprogrammen, insbesondere im Bereich der wirtschaftlich bedeutenden Krankheiten infektiösen Ursprungs;
  • Kosten-Nutzen-Analysen von Massnahmen, Interventionen und Bekämpfungsprogrammen zur Verbesserung der Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft;
  • Strategien und Massnahmen zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes bei Nutztieren, insbesondere Erhebung und Analyse der Antibiotika-Mengenströme sowie Analyse der Korrelationen zwischen Antibiotikaverbrauch und Resistenzlage bzw. Resistenzentwicklung sowie die Verbesserung der Kälbergesundheit;
  • Aspekte der regionalen und überregionalen Vergleichbarkeit berücksichtigen.